SJ-Bädertour „Reiche besteuern“ macht in Amstetten Station

Mit einer Sommertour unter dem Motto „Reiche besteuern“ tourt die Sozialistische Jugend derzeit durch die Freibäder Niederösterreichs. Letzte Woche war in Amstetten Station. Ziel der Bäderaktion ist es, für die Einführung einer Vermögenssteuer zu werben. „Gerade die Jugendlichen wurden Opfer der letzten Finanzkrise. In ganz Europa ist die Jugendarbeitslosigkeit deutlich angestiegen, die Zukunftschancen der jungen Menschen haben sich überall zum Schlechten verändert“, fasst SJ Landesvorsitzender Andreas Beer zusammen. In einer Zeit, in der die nächste Krise „wohl kurz bevor“ stehe und die fehlenden Zukunftsperspektiven in einer Reihe an Ländern zu Revolten und Aufständen der Jugendlichen geführt haben, müsse endlich gegengesteuert werden: „Es gibt keine Alternative zu höheren Steuern für die Superreichen und Vermögenden. Jene, die in den letzten Jahren abkassiert haben, können sich locker leisten, mehr Steuern zu zahlen und damit eine ordentliche Ausbildung, Arbeitsplätze und gute Bildungseinrichtungen für die jungen Menschen in unserem Land zu finanzieren!“
Jede Einsparung und Kürzung auf dem Rücken der Jugend schade der Zukunft und führe zu ansteigenden Pessimismus und Frustration unter den Jungen. „Die Jugendlichen haben in den letzten Jahren zu viele Sparpakete aufgehalst bekommen. Verbesserungen an den Schulen und Unis sind höchst überfällig, ebenso bessere Ausbildungsplätze und eine Beschäftigungsgarantie!“, so der Vorsitzende der SJ Bezirk Amstetten, Mirza Buljubasic. Die SJ als Interessensorgan der Jugendlichen werde sich daher weiterhin dafür einsetzen, dass „die oberen 10 Prozent der Bevölkerung, die über 70 Prozent des Vermögens besitzen, endlich mehr beisteuern müssen“. Kaum wo werde Vermögen so wenig besteuert wie in Österreich, so Beer, der im Gegenzug eine Entlastung der Arbeitseinkommen fordert. „Dafür wird die SJ weiterhin die Werbetrommel rühren. Die bisherigen Reaktionen zeigen, dass wir eine breite Mehrheit hinter unseren Forderungen haben“, ziehen Beer und Buljubasic positive Bilanz.
Bild vlnr.: Sebastian Schuller, Mirza Buljubasic, Nora Radovan, Saskia Schartmüller, Andreas Beer, Julian Sacacian
